Als Titelverteidiger reiste Frauke Hohlbein im Damendegen in der Altersklasse A (50-59 Jahre) zur WM nach Ungarn. Die Einzelkonkurrenz ihrer Altersklasse stand direkt am 1. Tag – Dienstag, den 21.10. – noch vor der Eröffnungsfeier an.

   39 Teilnehmer waren am Start – gesetzt nach ihren Ergebnissen auf den WM’s der Jahre 2013 und 2012 in Runden zu 6 oder 7 Fechterinnen. Frauke – an platz 2 gesetzt – hatte noch leichte Anlaufschwierigkeiten, verlor 1 Gefecht, was den 10. Platz in der Setzliste bedeutete. Im anschließenden K.O. ohne Hoffnungslauf (es durfte also kein Gefecht verloren werden, um im Wettkampf zu bleiben!) schlug sie zunächst eine Tschechin mit 10:1, eine Finnin mit 10:3 und war damit schon unter den besten 8 Fechterinnen. Hier traf sie auf die erste deutsche Fechterin bei diesem Wettkampf – Astrid Kircheis – , die sie letztlich 10:6 schlug. Da die 3. deutsche Fechterin im 8er-Finale ihr Gefecht verlor, kam es nicht zu einer weiteren deutschen Paarung. Frauke traf unter den besten 4 Fechterinnen stattdessen auf die Finnin Paula Soitiala, die sie mit 10:6 bezwang. Somit war sie im Finale, das abends recht feierlich vor Publikum auf der Hochbahn ausgetragen wurde. Ihre Gegnerin war hier die Australierin Sarah Osvath, die sie nach einem spannenden, abwechslungsreichen Gefecht mit 10:7 bezwang und so ihren Weltmeistertitel aus dem Jahr 2013 wiederholen konnte – ohne gegen einen einzigen Gegner aus dem Vorjahr gefochten zu haben. Die drei weiteren deutschen Teilnehmerinnen belegten die Plätze 6, 7 und 9.

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Am Donnerstag, den 23.10. – am ungarischen Nationalfeiertag – standen die Mannschaftskämpfe im Damendegen an – und das sollte ein Glückstag für Frauke werden! Ein Team, bestehend aus 3 Fechtern und 3 Ersatzfechtern aus den 3 teilnehmenden Altersklassen A (50-59), B (60-69) und C (70-79), deren Reihenfolge pro Mannschaftskampf immer wieder neu festgelegt werden konnte, traten zu den Team-Wettbewerben an. 6 Mannschaften waren am Start, gesetzt in 2 Runden mit je 3 Mannschaften. Deutschland hatte die leichtere Runde erwischt und gewann zunächst problemlos gegen Japan, verlor jedoch danach gegen Finnland. Man hatte sich noch nicht so recht aufeinander eingestellt, auch vorher noch nie miteinander gefochten. Beim 1. Direktausscheid – den man gewinnen musste, da der Verlierer jeweils ausschied – galt es dann. Das deutsche Team gewann knapp gegen Großbritannien. Der nächste Gegner war wieder Finnland und diesmal hatte Deutschland die bessere Einstellung und Taktik. Man gewann am Ende deutlich und hatte – unerwartet – das Finale erreicht. Nach endlosen Stunden des Wartens traf das Deutsche Team am späten Abend auf Frankreich. Mit einer hervorragenden Moral und blitzsauberer Taktik konnte Frankreich am Ende geschlagen und die Goldmedaille errungen werden – eine hervorragende Leistung.

Frauke war am Ende die einzige Doppelweltmeisterin im deutschen Team.